Für die Vernehmung von Ex-VW-Chef Martin Winterkorn zur Dieselaffäre hat auch der vierte Verhandlungstag im milliardenschweren Anlegerprozess nicht ausgereicht. Neue Erkenntnisse zum Abgasskandal beim Wolfsburger Autobauer ergab die mehrstündige Befragung des 76-Jährigen aber auch am Mittwoch in Braunschweig nicht. Winterkorn bekräftigte in dem Zivilverfahren vor dem Oberlandesgericht: «Wenn mir jemand gesagt hätte, wir müssen da was bei den Behörden verheimlichen, hätte ich mit Sicherheit anders reagiert.»
Die Verantwortung für die Manipulationen mit Schummelsoftware hatte Winterkorn Mitte Februar zu Beginn der Vernehmung in der Braunschweiger Stadthalle von sich gewiesen. Mit Blick auf die beiden Strafverfahren, die ebenfalls in Braunschweig gegen ihn anhängig sind, bezeichnete Winterkorn die Vorwürfe als «unzutreffend». Am Landgericht ist der frühere Topmanager unter anderem wegen gewerbsmäßigen Betrugs, uneidlicher Falschaussage sowie Verstöße gegen das Wertpapierhandelsgesetz angeklagt.