Boote liegen auf dem Trockenen. Rissiger Boden statt Wassermassen und aus den Tiefen taucht die alte Aseler Brücke als Teil des Edersee-Antlantis auf. Das Ablassen des Wassers aus der Edertal-Sperre ist seit Jahren ein politischer Zankapfel.
Was genau ist die Streitfrage?
Im Kern geht es um die Belange des Tourismus für die Anrainer des Sees und um die Schifffahrt für die Anrainer der Oberweser, die über die Sommermonate mit Wasser aus dem riesigen See gespeist wird. Dieses Abfließen des aufgestauten Wassers führt Jahr für Jahr dazu, dass der See immer weniger Wasser hat, eigentlich versunkene Gebäude wieder auftauchen, Ausflugsdampfer kürzere Fahrten anbieten und es Einschränkungen für touristische Angebote auf dem See gibt.
Die Anlage mit ihrer 48 Meter hohen Staumauer kann rund 200 Millionen Kubikmeter Wasser stauen. Nach Angaben der Edersee Marketing GmbH ist der See derzeit zu rund zwölf Prozent gefüllt. Buchungen von Touristen seien in diesem Jahr zurückgegangen.