Das Prinzip klingt simpel: verseuchten Boden ausgraben, reinigen, wieder zuschütten. Doch auf dem Gelände des ehemals größten unterirdischen Tanklagers der Welt im Bremer Ortsteil Farge stecken die Schadstoffe viele Meter tief im Erdreich. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) muss dafür rund 185.000 Kubikmeter Boden ausheben und säubern.
Wie Boden und Grundwasser gereinigt werden
Besonders belastet ist das Gelände rund um den Verladebahnhof II, wie die Behörde mitteilte. Dort reichen die Schadstoffe bis zu 30 Meter tief und wandern mit dem Grundwasser Richtung Unterweser.
Seit Februar wird das belastete Erdreich dort ausgegraben. «Mit dem Bodenaustausch beseitigen wir das Kernproblem - die eigentliche Schadstoffquelle», erklärt Experte Stefan Ivert. Stark belastetes Material wird in einer Spezialanlage im Industriehafen Bremen aufbereitet.
Parallel dazu sollen neun Brunnen das Grundwasser schützen. Sie pumpen belastetes Wasser ab, das anschließend in einer speziellen Anlage gesäubert wird. Eine ältere Anlage läuft ergänzend weiter - sie hat seit 2010 bereits rund 130 Tonnen Kraftstoffphase aus dem Grundwasser entfernt. Alle Maßnahmen werden laut Behörde kontinuierlich überwacht.