Die schwache Wirtschaftslage lässt den Rohstoffbedarf der deutschen Industrie immer weiter sinken. Im vergangenen Jahr gingen sowohl die Produktion im Inland als auch der Import von Rohstoffen erneut zurück, wie die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover berichtet. Die Inlandsförderung mineralischer Rohstoffe erreichte mit 475 Millionen Tonnen sogar einen neuen Tiefststand. Im bereits schwachen Vorjahr waren es 534 Millionen Tonnen gewesen.
«Die Ursachen für den rückläufigen Bedarf an heimischen mineralischen Rohstoffen und ihren nachgelagerten Produkten liegen in der anhaltenden konjunkturellen Schwäche», sagte BGR-Vizepräsident Volker Steinbach. «Hohe Zinsen, eine anhaltende Inflation sowie erhöhte Energie- und Transportkosten belasten die heimische Industrie und führten insgesamt zu einer geringeren Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen.»