Niedersachsens Innenministerin sieht Ausbaubedarf beim Hochwasserschutz im Bundesland. Mit Blick auf das Hochwasser um den Jahreswechsel sagte Daniela Behrens (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Hannover: «Aus unserer ersten Analyse wissen wir schon jetzt, dass wir weitere mobile Deichschutzsysteme und Großpumpen anschaffen müssen.» Teile des Nachtragshaushalts von rund 111 Millionen Euro sollen demnach auch für Beschaffungen im Bereich des Katastrophenschutzes genutzt werden.
Das Hochwasser hatte sich rund um den Jahreswechsel wochenlang über weite Teile Niedersachsens erstreckt. Mancherorts mussten Menschen zeitweise ihre Häuser verlassen. Einsatzkräfte und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer errichteten zudem an vielen Orten mobile Deiche.
Weiter sagte die Ministerin, Anschaffungen aus einem früheren 40-Millionen-Euro-Paket würden noch laufen. «Bis das Geld komplett abgeflossen ist, dauert es angesichts der Komplexität der Beschaffungen und der Lieferzeiten ein bisschen.»
Insgesamt seien das Management der Hochwasserlage sowie die Ausstattung gut gewesen, resümierte die Ministerin. Dies sei mit Blick auf den Klimawandel aber sicherlich nicht das letzte Extremwettereignis gewesen. «Mein Ziel ist daher, dass wir die Investitionen in den Katastrophenschutz auch in den kommenden Haushaltsjahren konsequent fortführen», sagte Behrens. Dies müsse auch für den Bund sowie die Kommunen gelten: «Es braucht gut abgestimmte Konzepte.»