Mit in der Nordsee verankerten Rettungsinseln protestiert die Umweltschutzorganisation Greenpeace gegen eine geplante Erdgasförderung vor den Wattenmeerinseln Borkum und Schiermonnikoog.
Aktivisten und Aktivistinnen bildeten ein schwimmendes Protestcamp nahe der geplanten Bohrstelle, wie die Organisation mitteilte. Neben den Rettungsinseln waren weitere Greenpeace-Mitglieder in Schlauchbooten und Kajaks auf dem Wasser unterwegs und demonstrierten für den Schutz des Wattenmeeres. Die Polizei ließ die Gruppe gewähren. Der niederländische Energiekonzern One-Dyas, der dort Erdgas fördern will, teilte in Amsterdam mit, die Protestaktion behindere die Bauarbeiten. Auch könne durch die Blockade die Sicherheit der Mitarbeiter und der Umwelt gefährdet werden.
Die rund 20 Aktivisten hatten am Morgen auf Schlauchbooten von Borkum abgelegt und Kurs auf die Bohrstelle rund 23 Kilometer nordwestlich der Nordseeinsel Borkum genommen, wie ein dpa-Fotograf vor Ort berichtete. Dort zeigten sie Fahnen und Banner mit Aufdrucken wie «Gas zerstört!» und «No New Gas» (zu deutsch: kein neues Gas), wie Greenpeace mitteilte. Das schwimmende Protestcamp sollte die Ankunft mehrerer Schiffe verhindern, die für die Plattform, Rohre und weiteres Baumaterial liefern sollen.