Viele Böden in Niedersachsen und Bremen sind sehr trocken. Vor allem die oberste 25 Zentimeter dicke Schicht ist vielerorts ausgetrocknet, wie der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig zeigt. So ist auf der Karte «Dürre im Oberboden» der letzten 30 Tage für Niedersachsen und Bremen der Großteil dunkelrot - das Kennzeichen für die höchste Dürrestufe.
Der Mai sei im Vergleich mit den Mai-Monaten der letzten Jahrzehnte sehr trocken, sagte eine Sprecherin. Der Oberboden ist demnach vor allem für die Landwirtschaft und Gärten wichtig. Bäume im Wald könnten mit ihren Wurzeln meist auch Feuchtigkeit aus tieferen Bodenschichten ziehen.
Eine Dürre bedeutet laut dem UFZ allerdings nicht direkt, dass auch aus landwirtschaftlicher oder meteorologischer Sicht eine Dürre herrscht. Hierzu gibt es verschiedene Definitionen, die weniger langjährige Vergleichszahlen betrachten. Stattdessen wird die grundsätzliche Verfügbarkeit von ausreichend Wasser - etwa für Getreidepflanzen - in den Blick genommen, wie der niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft (NLWKN) mitteilte.