Ein Hund soll in Lohne seinen eigenen Halter totgebissen haben. Jetzt soll das Tier aus dem Landkreis Vechta einem Wesenstest unterzogen werden. Anhand dessen soll entschieden werden, wie es für den Hund - einen American Bully XL - weitergeht. Doch was wird bei einem Wesenstest überhaupt überprüft?
Wann werden Hunde dem Test unterzogen?
Meist kommt es laut dem Landwirtschaftsministerium dazu, wenn ein Hund als gefährlich eingestuft wird. Die Einstufung nimmt demnach der zuständige Landkreis oder die zuständige Stadt vor. Dazu komme es etwa, wenn die Tiere Menschen oder andere Tiere beißen und verletzen. Mit dem Test soll dann die Sozialverträglichkeit des Hundes geklärt werden. Durchgeführt werde die Untersuchung von einem zugelassenen Tierarzt mit einer Zusatzausbildung.
Anders als in anderen Bundesländern werden in Niedersachsen nicht per se bestimmte Hunderassen als gefährlich eingestuft. Dafür gebe es keine wissenschaftliche Grundlage, hieß es aus dem Ministerium. Meist sei das Problem bei Beißvorfällen auf den Umgang oder die Erziehung der Besitzer zurückzuführen. Künftig sollen daher alle Menschen, die sich einen Hund anschaffen, nachweisen, dass sie sich mit ihrem Tier auskennen.