Eines kann man Daniel Thioune definitiv nicht nachsagen: Dass der neue Trainer von Werder Bremen keine neue Energie verbreiten würde. Nach seinem ersten Spiel im Weserstadion saß der 51-Jährige im Medienraum der Arena und lobte «eine richtig gute Haltung» seines Teams. Er sprach von einem «Funken» in diesem Stadion, der kurz davor gewesen sein, «die Kurve anzuzünden».
Rechts und links von Thioune hingen dabei allerdings zwei Bildschirme. Sie reduzierten sein Heimspiel-Debüt auf die nackten Zahlen und Fakten. Werder Bremen - Bayern München 0:3 (0:2), stand auf dem einem. Die Tabelle der Fußball-Bundesliga leuchtete auf dem anderen auf: Sie zeigt Werder nach mittlerweile zwölf Spielen ohne Sieg immer noch auf Platz 16.
Knapp zwei Wochen ist der Trainerwechsel von Horst Steffen zu Daniel Thioune mittlerweile her. Aber erst in zwei weiteren Wochen wird man auch erstmals konkret sagen können, was er genau bewirkt hat. Einen Neustart nach fast drei Monaten sportlicher Krise? Oder ein «Weiter so» in nur anderen Worten?