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Ljubicic entscheidet: Union dreht Rückstand in Braunschweig

Ljubicic entscheidet: Union dreht Rückstand in Braunschweig
Rani Khedira von Union Berlin (l) und Max Marie von Eintracht Braunschweig im Zweikampf. / Foto: Swen Pförtner/dpa
Von: DieNiedersachsen News
Noch hakt es gewaltig mit dem neuen Spielstil von Union Berlin. Für einen Pokal-Erfolg in Braunschweig reicht es eine Woche vor dem Bundesliga-Start dennoch.

Der 1. FC Union Berlin hat nur mit viel Mühe ein Erstrunden-Aus im DFB-Pokal verhindert. Der Fußball-Bundesligist gewann nach zweimaligem Rückstand noch mit 4:2 (1:1) bei Zweitliga-Club Eintracht Braunschweig.

Vor 21.532 Zuschauern brachte Max Marie den Außenseiter in der 11. und 54. Minute zweimal in Führung. Der belgische Neuzugang Zeno Van Den Bosch (31.) und sein Abwehrkollege Tom Rothe (63.) glichen für Union jeweils nach einem Eckball wieder aus. Die entscheidenden Tore für die Berliner schoss der eingewechselte Marin Ljubicic in der 72. Minute und in der letzten Aktion des Spiels (90.+4).

«Was soll ich sagen? Ich bin sehr glücklich für mich, für das Team und für den Club», sagte der 24-jährige Kroate. Seit seiner Verpflichtung Anfang 2025 konnte sich Ljubicic bei Union nie richtig durchsetzen. Auch seine Leihstation bei Fortuna Düsseldorf endete im Mai mit dem Zweitliga-Abstieg. «Es war nicht das beste Jahr für mich. Jetzt bin ich zurück, um dem Team und dem Coach zu zeigen: Ich bin fit. Ich möchte hier bleiben!»

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Union fehlt alte Stabilität

Die Berliner haben unter ihrem neuen Trainer Mauro Lustrinelli trotzdem noch große Anpassungsschwierigkeiten - das war auch sechs Tage vor dem ersten Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt gut zu sehen. Der neue spielerische Ansatz des Schweizers geht noch auf Kosten der altbekannten Stabilität.

«Wir schaffen es noch nicht, unsere Intensität und unsere Aktivität über 90 Minuten zu zeigen», sagte Lustrinelli. «Aber ich glaube: Seit dem Anfang war das heute unser bisher bestes Spiel auf dem Platz.»

Schon in der siebten Minute musste Torwart Matheo Raab eine verunglückte Flanke des starken Marie reaktionsschnell über das Tor lenken. Vier Minuten später stand es doch 1:0 und die Eintracht machte in der Folgezeit den Fehler, sich zu tief in die eigene Hälfte drängen zu lassen.

Viel mehr als eine ganze Serie von Flanken in den Braunschweiger Strafraum fiel dem Bundesligisten dort eigentlich nicht ein. Nur nach einem Eckball von Josip Juranovic sprang der 1,91 Meter große Van den Bosch deutlich höher als sein Gegenspieler und köpfte zum Ausgleich ein.

Braunschweig war dem zweiten Treffer danach wieder deutlich näher als Berlin. Noah Katterbach traf in der 36. Minute nur die Latte. Vor allem Aaron Opoku sorgte über die linke Seite immer wieder für Gefahr.

Braunschweig verpasst drittes Tor

Das setzte sich auch nach der Pause fort. Es spielte zunächst nur die Eintracht. Diesmal zog sie sich nach der erneuten Führung auch nicht zurück. Opoku ließ nur zwei Minuten später eine große Konterchance fahrlässig aus, als der entscheidende Querpass in Überzahl nicht ankam (56.).

Das rächte sich kurz darauf, als die Berliner erneut nach einem Eckball trafen. Aus dem Spiel heraus hatten sie kurz zuvor nur eine Chance gehabt, als der neue Stürmer Emmanuel Latte Lath im Strafraum nicht an den Ball kam (59.).

Der zu diesem Zeitpunkt überraschende Ausgleich war jedoch der Wendepunkt in diesem Spiel. Union wurde nun selbstsicherer, Braunschweig kaum noch gefährlich. Beim 3:2 hatte Torwart Ron-Thorben Hoffmann einen ersten Schuss von Ilyas Ansah zunächst noch pariert. Gegen den Abstauber von Ljubicic war er machtlos. Die besten Chancen zum 3:3 vergaben Mehmet Aydin (87.) und Yann Sturm (90.).

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