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Chance auf Gewinn: Werders Millionen-Enttäuschung wieder weg

Chance auf Gewinn: Werders Millionen-Enttäuschung wieder weg
Von Bremen nach Bologna: Der Belgier Samuel Mbangula. / Foto: Selim Sudheimer/dpa
Von: DieNiedersachsen News
Von diesem Transfer hatten sich alle mehr versprochen: Werder Bremen und auch der Millionen-Einkauf Samuel Mbangula. Nach nur einem Jahr ist der Belgier wieder weg.

Rund zehn Millionen Euro zahlte Werder Bremen vor einem Jahr für den Belgier Samuel Mbangula an Juventus Turin. Nach nur einer enttäuschenden Bundesliga-Saison hat der teuerste Neueinkauf der vergangenen sieben Jahre den Club aber schon wieder verlassen. Mbangula wechselte auf Leihbasis zurück nach Italien zum FC Bologna.

Zwei Möglichkeiten bleiben Werder dadurch, ein dickes Minusgeschäft noch zu verhindern: Entweder der 22-jährige Flügelstürmer überzeugt in der Serie A und kehrt danach gestärkt nach Bremen zurück. Oder Bologna nutzt im nächsten Jahr eine Kaufoption und verpflichtet Mbangula fest für eine Ablösesumme, die nach Medienangaben bei 12,5 Millionen Euro liegt. Dann hätte Werder sogar noch einen kleinen Gewinn gemacht.

Fritz: «Wir sehen sein großes Potenzial»

«Wir glauben nach wie vor an ihn. Wir sehen nach wie vor sein großes Potenzial», sagte Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz in einer Medienrunde zum Ende der Transferfrist. «Wir sehen auch, dass das erste Jahr in Bremen sicherlich nicht ganz einfach für ihn war. Jetzt ist die Hoffnung, dass er in seinem Umfeld in Italien, wo er sich auskennt und wo er auch schon gespielt hat, wieder zu seiner alten Stärke zurückfindet. Für ihn es wichtig, Spielzeit zu bekommen. Dann werden wir schauen, was im nächsten Sommer passiert.»

Mbangulas Bilanz in Bremen ist mit drei Toren in 26 Bundesliga-Spielen in seiner ersten Saison enttäuschend. Weder Trainer Daniel Thioune noch sein Vorgänger Horst Steffen setzten auf den teuren Transfer. Sein neuer Coach in Bologna ist der frühere Schalker und Leipziger Domenico Tedesco.

«Natürlich ist immer die Erwartungshaltung: Du gibst Geld aus und es muss sofort funktionieren», sagte Fritz. «Aber es gibt genügend Beispiele auch bei anderen Vereinen, wo Spieler eine gewisse Zeit brauchen: gerade bei Auslandswechseln, gerade bei jungen Spielern. Die Intensität der Bundesliga, die Geschwindigkeit der Bundesliga, die Kultur und die Sprache des neuen Landes: Das muss man lernen und adaptieren. Wir haben unser Bestmögliches getan, um Sam zu helfen, sich schnellstmöglich zu integrieren. Aber sicherlich war auch ein Faktor, dass er im vergangenen Jahr allein hier in Bremen war und seine Familie nicht hier hatte. Das war keine einfache Zeit für ihn.»

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