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Verbände fordern in Niedersachsen zusätzlichen Feiertag am Internationalen Frauentag

Der 8. März ist der internationale Frauentag. (Symbolbild) / Foto: Hannes P Albert/dpa
Der 8. März ist der internationale Frauentag. (Symbolbild) / Foto: Hannes P Albert/dpa

Verdi, Landesfrauenrat und weitere Verbände fordern in Niedersachsen einen arbeitsfreien 8. März wegen ungleicher Bezahlung und unbezahlter Care-Arbeit.

Niedersachsen soll mit dem internationalen Frauentag nach Meinung verschiedener Verbände einen weiteren Feiertag erhalten. Unter anderem die Gewerkschaft Verdi und der Landesfrauenrat erneuerten dazu ihre Forderung nach einem zusätzlichen arbeitsfreien Tag am 8. März. Bisher ist der internationale Frauentag nur in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ein Feiertag. 

Die Verbände begründeten ihre Forderung unter anderem mit einer aus ihrer Sicht weiterhin fehlenden Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen, der unfairen Verteilung von Sorgearbeit oder ungleicher Bezahlung im Beruf. 

Ein neuer Feiertag ist laut den Verbänden mehr als Symbolpolitik und schaffe unter anderem Raum für eine gesellschaftliche Debatte. Im vergangenen Jahr hatte sich der niedersächsische Landtag mit dem Thema beschäftigt. Das Bündnis wartet nun auf eine Reaktion aus dem Innenministerium. 

Care-Arbeit sichtbar machen

 «Frauen verbringen fast doppelt so viel Zeit wie Männer mit der unbezahlten Betreuung und Pflege von Angehörigen. Diese strukturelle Benachteiligung gilt es, sichtbar zu machen», sagte die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Niedersachsen, Kerstin Tack. Frauen könnten dadurch weniger am Berufsleben teilnehmen. Auch deshalb seien sie mehr als Männer von Altersarmut betroffen, mahnte der Vorstandsvorsitzende des Sozialverbandes Deutschland in Niedersachsen, Dirk Swinke. 

Die Vorsitzende des Landesfrauenrates Niedersachsen, Barbara Hartung, sagte: «Frauen stellen die Hälfte der Gesellschaft – sie müssen auch die Hälfte der Macht und der Verantwortung tragen.»

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