Beim Fußball jubelt und trauert das Ehepaar getrennt. Christine Friede-Schinzel ist Fan des Hamburger SV, ihr Mann Peter Schinzel Fan von Werder Bremen. Dass die beiden rivalisierende Vereine unterstützen, zeigen sie deutlich - nicht nur mit Tattoos und Fingernägeln mit Vereinslogo.
Vor ihrem Zuhause im schleswig-holsteinischen Hartenholm wehen zwei Flaggen nebeneinander, zwei Fan-Schilder prangen an der Hauswand. Drinnen zieren eingerahmte HSV- und Werder-Trikots mit Original-Unterschriften die Wände. Selbst im Bad verweisen Entchen in Vereinsfarben daraufhin, dass hier Fans zweier rivalisierender Clubs wohnen. «Sicher, der Fußball ist bei uns ganz groß», sagt Christine Friede-Schinzel. «Aber es gibt wichtigeres im Leben.» Über das ungewöhnliche Paar hatte zunächst der «Weser Kurier» berichtet.
Familie und Liebe stehen im Vordergrund, wie beide betonen. «Es ist nur Fußball», sagt Peter Schinzel und berichtet, dass die Beziehung zu seiner Frau zahlreiche Nordderbys überstand. «Wir haben schon einige live erlebt.» Im Stadion stehen beide in der jeweiligen Fankurve - bei einem Nordderby also weit weg voneinander. «Ich könnte auch nicht neben dir auf der Tribüne sitzen», sagt sie und er stimmt zu. Jeder gehöre in seinen Block.