Vor einem Jahr griff ein Polizist zur Waffe - und schoss auf Lorenz. Der tödliche Einsatz in der Oldenburger Fußgängerzone lässt viele nicht los. Was passierte in der Nacht auf Ostersonntag im vergangenen Jahr? Ein Überblick über den Stand der Ermittlungen - und warum der Fall so bewegt.
Wie starb Lorenz?
Die Polizei schildert den Einsatz so: Am 20. April wird Lorenz vor einem Club abgewiesen. Er soll Reizgas in die Richtung von zwei Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes gesprüht haben, mehrere Menschen werden leicht verletzt. Er flieht, einige folgen ihm. Sie lassen von ihm ab, als der 21-Jährige sie mit einem Messer bedroht haben soll.
Einsatzkräfte sprechen den Mann nach eigenen Angaben an, wieder rennt er davon. Zwei Straßen weiter trifft er auf die Besetzung eines weiteren Streifenwagens. «Dort ging er bedrohlich auf die Polizisten zu und sprühte dabei Reizstoff in ihre Richtung», schildert die Polizei die Situation wenige Tage später.
Einer der beiden Beamten schießt mehrfach auf Lorenz. Er trifft ihn von hinten an Hüfte, Oberkörper und Kopf, ein Schuss soll den Oberschenkel gestreift haben. Der 21-Jährige kommt schwer verletzt ins Krankenhaus, wo er kurze Zeit später stirbt.