Nach dem verheerenden Brand in der Flüchtlingsunterkunft in Buchholz in der Nordheide wird der tödlich Verunglückte nicht obduziert und es gibt kein Ermittlungsverfahren. Die Staatsanwaltschaft Stade hat den Fall abgeschlossen. «Es hat sich klar ergeben, dass der Mann der Verursacher war», sagte ein Sprecher mit Blick auf den ums Leben gekommenen Mann. Auch die Identität des aus Äthiopien stammenden 28-Jährigen sei eindeutig. Es sei festgestellt worden, dass der Bewohner des Containerdorfes durch Eigenverschulden umgekommen sei. Die Leiche sei freigegeben worden.
Der Mann sei 2018 nach Deutschland gekommen, sagte eine Sprecherin des Landkreises Harburg. Er hatte eine Aufenthaltserlaubnis aufgrund der Gefährdungslage in seinem Heimatland Eritrea. Als Nationalität wurde aber äthiopisch angegeben.
Zu Motiv und Hintergründen der Explosion, bei der am Montag ein Polizist schwer verletzt wurde und 19 weitere Menschen Blessuren erlitten, machte der Staatsanwalt keine Angaben. Eine Befragung des Mitbewohners in dem Zweier-Wohnraum habe nicht viel ergeben, sagte ein Polizeisprecher. Der Zeuge habe erst kurze Zeit mit dem Äthiopier zusammengewohnt.