Anlässlich des Chanukka-Festes besucht der Oberrabbiner des Staates Israel, Kalman Ber, verschiedene jüdische Gemeinden in Deutschland. Seine Reise begann in Hamburg und führt ihn weiter nach Bremen, Hannover, München und Berlin.
In Hamburg informierte sich der Oberrabbiner unter anderem über den geplanten Neubau der Bornplatzsynagoge – dies sollte auch ein zentrales Thema im Gespräch mit Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit im Hamburger Rathaus sein, teilte die Bürgerschaft mit. Nach dem Eintrag in das Gästebuch der Bürgerschaft wollte Kalman Ber die Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft besuchen.
Die Bornplatzsynagoge war einst mit 1.200 Plätzen das größte jüdische Gotteshaus in Norddeutschland. 1908 im Hamburger Grindelviertel eingeweiht, setzten Nationalsozialisten die Synagoge während der Novemberpogrome 1938 in Brand und verwüsteten sie. Ein Jahr später musste sie zwangsweise und auf Kosten der jüdischen Gemeinde abgerissen werden.