Mit Blick auf die Bundestagswahl warnen Verfassungsschutz, Landeskriminalamt und die Wahlleitung in Niedersachsen vor einer zunehmenden Gefahr durch Kampagnen mit falschen Informationen. Gezielt erhalten Kandidatinnen und Kandidaten Sensibilisierungsschreiben, teilte das Innenministerium in Hannover mit. Der Verfassungsschutz informiere zudem mit Social-Media-Beiträgen über die mögliche Beeinflussung der Wahl durch in- und ausländische Akteure.
Potenzielle Bedrohungen im Cyberraum
Die Warnungen richten sich an Bewerberinnen und Bewerber, um auf potenzielle Bedrohungen im Cyberraum hinzuweisen, hieß es. Mögliche Szenarien seien Angriffe auf Mail-Accounts oder Internetseiten, Weiterleitungen auf gefälschte Seiten, Kontaktanfragen über soziale Medien, Wiedergaben verfälschter Zitate in den sozialen Medien sowie Reaktionen, Posts durch Fake-Accounts.
Zu den Bedrohungen zählen die Behörden auch technologische Angriffe auf Kritische Infrastrukturen wie etwa Cyberangriffe auf Stromnetze, Wasserversorgung, Verkehrsnetze oder Lebensmittelunternehmen. Solche Angriffe können auch dazu dienen, das gesellschaftliche Zusammenleben zu destabilisieren, hieß es vom Verfassungsschutz.