Der Tatverdächtige im Fall der getöteten 16-jährigen Liana in Friedland bangte nach Angaben der niedersächsischen Landesregierung vor dem Vorfall um sein Leben. Nach einer Haftentlassung Ende Juli habe er im Grenzdurchgangslager Friedland angegeben, dass man ihn «durch Gas, Strom und Gift umbringen» wolle. Bei der Polizei sei das als ein psychisches Problem eingeschätzt worden. In einem Fachklinikum für Psychiatrie habe sich der Mann aber nur körperlich untersuchen lassen, um die angebliche Vergiftung beziehungsweise den angeblichen Einsatz von Strom überprüfen zu lassen.
Das schreibt das Innenministerium in der Beantwortung einer 147 Fragen umfassenden Anfrage der CDU-Fraktion. Zuerst berichteten die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» und das Magazin «Focus».
Der verdächtige Iraker soll die Jugendliche am 11. August gegen einen mit Tempo 100 durchfahrenden Güterzug gestoßen und so getötet haben. Die 16-Jährige war 2022 mit ihrer Familie aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet. Der Verdächtige ist mittlerweile in einem Fachkrankenhaus für forensische Psychiatrie untergebracht.