Die SPD steht nach ihrer historischen Wahlpleite vor einer Zäsur - und ihr niedersächsischer Landesverband ist zentral daran beteiligt. Mit Parteichef Lars Klingbeil, Verteidigungsminister Boris Pistorius, Arbeitsminister Hubertus Heil und Generalsekretär Matthias Miersch haben gleich vier hochrangige Sozialdemokraten ihre Wahlkreise in Niedersachsen zwar gewonnen, im Bund aber müssen sie um ihre Zukunft ringen. Das könnte auch Folgen für die Landespolitik haben.
Denn in Hannover macht folgendes Szenario die Runde: Wenn einer der profilierten niedersächsischen Genossen in Berlin bald ohne Posten dastehen sollte, könnte dieser auf eine Rückkehr in das Land zwischen Harz und Nordsee spekulieren. Und dort Ministerpräsident Stephan Weil beerben?