Polizistinnen und Polizisten in Niedersachsen sollen bei Großeinsätzen künftig eine anonyme Kennnummer tragen – so fordern es SPD und Grüne im niedersächsischen Landtag für ein Pilotprojekt. Zwei Jahre lang soll die Kennzeichnung getestet und wissenschaftlich begleitet werden, heißt es in einem Antrag der beiden Regierungsfraktionen. Danach will Rot-Grün einen Bericht vorlegen, als Grundlage für die Entscheidung, ob das System dauerhaft eingeführt wird.
Die Nummern sollen nicht auf einzelne Namen schließen lassen, aber im Nachhinein eine Zuordnung ermöglichen. Ziel sei es, mehr Transparenz zu schaffen und Vertrauen zu stärken, ohne die Sicherheit der Beamtinnen und Beamten zu gefährden. Schon heute nutzten Spezialeinheiten Kennzeichnungen, etwa auf Helmen bei lebensbedrohlichen Lagen.