Nach der Aufregung um einen Beschluss der Linken in Niedersachsen zum Zionismus geht Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek auf Distanz. «Aus meiner Sicht wird der Beschluss der komplexen Lage in Israel und Palästina nicht gerecht», erklärte Reichinnek, früher selbst Landesvorsitzende der Linken in Niedersachsen. Der Beschluss hätte anders formuliert und ergänzt werden müssen, sagte sie.
Der Beschluss des Landesverbands vom Wochenende richtet sich gegen «heute real existierenden Zionismus». Historisch ist Zionismus eine politisch-religiöse Bewegung mit dem Ziel, einen jüdischen Nationalstaat in Palästina zu errichten. Der Beschluss enthält auch Vorwürfe, wonach die israelische Regierung im Gazastreifen einen «Genozid» betreibe und in Israel und den besetzten Gebieten «Apartheid» herrsche.