Das niedersächsische Innenministerium hat den Göttinger Landrat Marcel Riethig (SPD) suspendiert. Hintergrund sind Vorwürfe gegen die Amtsführung des Politikers. Unter anderem Kreisräte hatten bei der Kommunalaufsicht eine Beschwerde gegen den Kreishaus-Chef eingereicht, wie das Innenministerium bestätigte.
Grundlage für die Suspendierung sei ein eingeleitetes Disziplinarverfahren. Die vorläufige Dienstenthebung sei eine Begleitmaßnahme und keine wertende Vorfestlegung. Nach Ministeriumsangaben bezieht sich das Disziplinarverfahren auf zwölf ausgewählte Vorwürfe aus dem Beschwerdeschreiben. Es gebe zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für Dienstvergehen. «Ungeachtet dessen gilt für den Landrat weiterhin die Unschuldsvermutung», heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Ministerium weiter.
Zu weiteren Vorwürfen werde noch ermittelt. Drei Vorwürfe seien inzwischen entkräftet worden. Weitere Angaben machte das Innenministerium mit Verweis auf die Persönlichkeitsrechte Riethigs nicht.