In der Diskussion über ein Handyverbot an den Grundschulen sieht Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies in den neuen Empfehlungen des Landes eine klare Linie. «Es ist ein faktisches Nutzungsverbot, von dem man abweichen kann», sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. «Die Empfehlung ist klar: keine Handys an den Grundschulen, und zwar nicht im Unterricht und auch nicht in den Pausen. Handys haben für mich an Grundschulen nichts zu suchen.»
Diese Haltung sei die Grundeinstellung. Schulen, die andere Handyregeln wollen und dafür eigene pädagogische Konzepte haben, könnten davon aber abweichen. Auf dem Weg zur Schule bleibe die Handynutzung zudem jedem offen. «Und ich habe Verständnis, wenn Eltern das ein Gefühl von Sicherheit auf dem Schulweg gibt», sagte Lies.
Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) hatte die Leitlinien, die neben Niedersachsen auch in Hamburg gelten sollen, vergangene Woche vorgestellt. Auf starre Vorgaben verzichten die beiden Länder dabei.