Mehr Demokratie wagen: Nach zwei Tagen Beratung haben sich die Länder auf eine verstärkte Demokratieförderung in Kitas und Schulen verständigt. «Ich finde es wichtig, dass Kinder schon in ihrem Alltag ganz früh lernen, dass sie ihre Themen mitbestimmen können», sagte Claudia Schilling (SPD), Sozialsenatorin in Bremen und Vorsitzende der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK), am Freitag in Bremen. So sollen Kinder in den Kitas beispielsweise bei der Auswahl der Spiele und des Mittagessens stärker mitreden dürfen und in den Schulen sollen mehr demokratische Lehrangebote auf dem Stundenplan stehen.
Die Länder forderten den Bund außerdem auf, den Entwurf des Demokratiefördergesetzes zeitnah zu verabschieden. Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) zeigte sich erfreut über den Rückenwind und betonte, dass das Gesetz endlich kommen müsse. Es soll Vereine und Organisationen, die sich für die Stärkung der Demokratie, gesellschaftliche Vielfalt und die Prävention von Extremismus einsetzen, mit einer besseren langfristigen finanziellen Grundlage ausstatten. Das Gesetz war schon im Dezember 2022 vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht worden, zuletzt hatte die FDP Bedenken geäußert.