Die Bundeswehr erwägt, eine ehemalige Kaserne an der niedersächsischen Küste zu reaktivieren. Die neuen Rekruten des Wehrdienstes könnten möglicherweise in der ehemaligen Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne in Cuxhaven unterkommen, teilte das Bundesverteidigungsministerium in Berlin mit. Die Kaserne gilt als einer von acht möglichen Standorten in Deutschland.
Das Gelände eigne sich aufgrund seiner Lage, seiner Infrastruktur und seiner Kapazitäten besonders gut für den neuen Wehrdienst, hieß es. Eine finale Entscheidung über die Reaktivierung sei noch nicht getroffen. Man gehe bei den Planungen nun in die nächste Phase. Man werde mit allen relevanten Akteuren die Möglichkeiten und Herausforderungen einer zukünftigen Nutzung vor Ort erörtern, teilte das Ministerium mit.
Die Stadt Cuxhaven begrüßt das Interesse der Bundeswehr an der ehemaligen Kaserne. Rund 2.000 Soldatinnen und Soldaten könnten dort unterkommen. Vor zwei Jahren war mal im Gespräch, die ehemalige Kaserne als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen sollte das Gebäude abgerissen und die Fläche anders genutzt werden.