Mit Beschlüssen zu Drohnenabwehr, Gewaltpornografie und Asylzentren an internationalen Flughäfen haben die Innenminister von Bund und Ländern ihre Herbstkonferenz in Bremen beendet. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) musste allerdings vor der abschließenden Sitzung abreisen, um an der Abstimmung über das Rentenpaket im Bundestag teilzunehmen.
Asyl und Migration:
Anders als bei zurückliegenden Innenministerkonferenzen (IMK) standen Fragen zu Asylzuwanderung und Abschiebungen diesmal nicht im Mittelpunkt. Das dürfte auch am Rückgang der Zahl der Asylanträge liegen. In den ersten elf Monaten dieses Jahres stellten rund 106.000 Menschen erstmals in Deutschland einen Asylantrag. Das waren 51 Prozent weniger Asylerstanträge als im Vorjahreszeitraum, was unter anderem mit den intensivierten Grenzkontrollen zusammenhängen dürfte.
Eine Frage, bei der es jetzt wegen Reformen auf EU-Ebene vorangehen muss, konnte geklärt werden. Der Bund wird die Finanzierung der neuen Asylzentren an den Außengrenzen übernehmen. Sechs Bundesländer haben zugesagt, sich um den Aufbau entsprechender Kapazitäten zu kümmern.