Der VW-Vorstand hat die Krise des Autobauers aus Sicht von Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg selbst verschärft. Es sei äußerst unglücklich gewesen, in der Debatte als Erstes die Beschäftigungssicherung infrage zu stellen, sagte die Grünen-Politikerin, die einen der beiden Sitze des Landes im Aufsichtsrat des Konzerns hat. Das habe viele Menschen in Unsicherheit und Ängste versetzt. «Das war unnötig», sagte Hamburg bei der Landesdelegiertenkonferenz der niedersächsischen Grünen in Gifhorn.
Die Ministerin sagte angesichts der vielen Herausforderungen aber auch: «Der Volkswagen-Konzern hat die Zeichen der Zeit an dieser Stelle erkannt.» Das Maßnahmenprogramm des Konzerns bezeichnete sie als «ambitioniert, hoch anspruchsvoll und zukunftsgewandt». Wichtiges Ziel der Investitionen sei auch, endlich wieder Autos im niedrigen Segment um die 20.000 Euro im Portfolio zu haben - und zwar mit E-Mobilität. Es müsse jetzt schnell eine Lösung geben, die VW wieder zu seiner Stärke verhelfe.