Die Umweltorganisation Greenpeace hat die Forderung der deutschen Autoländer nach einem Stopp für drohende CO2-Strafen von der EU für Autobauer scharf kritisiert. «Mit ihrer Forderung nach weniger Druck riskieren die Ministerpräsidenten, dass die deutschen Hersteller auf dem Zukunftsmarkt der Elektromobilität noch weiter zurückfallen», sagte Greenpeace-Mobilitätsexpertin Marion Tiemann der Deutschen Presse-Agentur in München. Sie reagierte damit auf ein Schreiben der Regierungschefs aus Bayern, Niedersachsen und Baden-Württemberg an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU).
«Der Veränderungsdruck durch die EU-Grenzwerte mag für manche Hersteller ungelegen kommen, aber er ist für das Klima und auch für die Autobauer dringend nötig», betonte Tiemann. Das zeigten die Marktanteilsverluste von VW, BMW und Mercedes auf dem weltgrößten Automarkt in China. «Die drei Länderchefs wollen den Autobauern jetzt mehr Zeit für den Verkauf klimaschädlicher Verbrenner einräumen. Das ist angesichts immer häufigerer Dürren, Hitzewellen und Überflutungen extrem gefährlich.»