Logo DieNiedersachsen News
Nachrichten / Politik

CDU: Verfassungsschutz soll Linke-Beschluss prüfen

CDU: Verfassungsschutz soll Linke-Beschluss prüfen
Ein Beschluss der niedersächsischen Linken sorgt für Diskussionen. (Archivbild) / Foto: Sascha Ditscher/dpa
Von: DieNiedersachsen News
Der CDU-Landtagsabgeordnete André Bock sieht in dem Vorgehen der Linken einen Tabubruch. Er richtet einen Appell an Ministerpräsident Olaf Lies.

Der umstrittene Antizionismus-Beschluss der Linken in Niedersachsen ist nach Ansicht der CDU im Landtag ein Fall für den Verfassungsschutz. «Wer das Existenzrecht Israels infrage stellt, stellt sich gegen das Selbstbestimmungsrecht des jüdischen Volkes. Damit bedient die Linkspartei ganz unverfroren antisemitische Narrative», sagte der CDU-Innenpolitiker André Bock laut einer Mitteilung. Bock warf dem Landesverband der Linken vor, sich zunehmend am linken Rand zu radikalisieren. 

Ministerpräsident Olaf Lies solle dafür Sorge tragen, dass Innenministerin Daniela Behrens (beide SPD) sich sehr genau ansehe, ob hinter diesem Beschluss mehr stecke, forderte Bock. «Ferner ist der Verfassungsschutz gefordert, sich mit diesem Fall zu beschäftigen und im Rahmen der Verdachtsgewinnung zu prüfen, ob die Linke ein Verdachtsobjekt ist.»

Mehr aus dieser Kategorie

Wie die Linke auf die Vorwürfe reagiert

Hintergrund ist ein Beschluss der Linken in Niedersachsen, der sich gegen den «real existierenden Zionismus» richtet. Darin werden auch Vorwürfe angeführt, wonach die israelische Regierung im Gazastreifen einen «Genozid» betreibe und in Israel und den besetzten Gebieten «Apartheid» herrsche.

Zionismus ist eine im 19. Jahrhundert entstandene politisch-religiöse Bewegung mit dem Ziel, einen jüdischen Nationalstaat in Palästina zu errichten.

Von der politischen Konkurrenz, aber auch innerhalb der Linken selbst gab es Kritik an dem Beschluss. Die Landesvorsitzenden Thorben Peters und Hilke Hochheiden erklärten daraufhin, Antisemitismus habe in ihrer Partei keinen Platz. Es gehe in dem Beschluss um Kritik an der israelischen Regierung und deren Politik und nicht um Jüdinnen und Juden. Beide Landeschefs hatten dem Antrag selbst zugestimmt und halten den Kern des Beschlusses weiter für richtig.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

DieNiedersachsen News
Artikel von

DieNiedersachsen News

DieNiedersachsen News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media