Ein CDU-Kommunalpolitiker hat auf einen Facebook-Post der Linke Niedersachsen zum Bürgergeld mit der NS-Parole «Arbeit macht frei» geantwortet. Auf Anfrage teilte der Verfasser des Posts, Marco Walczak, mit, er habe den Beitrag «unwissentlich der geschichtlichen Bedeutung» geschrieben. Mehrere Medien berichteten über den Fall. Den zynischen Schriftzug «Arbeit macht frei» hatten die Nationalsozialisten einst an den Toren mehrerer Konzentrationslager angebracht.
Walczak – bislang Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Meckelfeld, Klein-Moor in der Gemeinde Seevetal (Landkreis Harburg) – bezeichnete seinen Kommentar als «schlimmen Fauxpas». Den Post habe er sofort gelöscht, als er auf den Zusammenhang hingewiesen wurde. «Mein Ausspruch "Arbeit macht frei…" hätte sicherlich im Zusammenhang "…von Sanktionen beim Bürgergeld" deutlich weniger bis gar keinen Wirbel gemacht und stünde nicht im Zusammenhang mit der NS-Parole», schrieb er. Es liege ihm fern, die Gräueltaten der Nazis zu verharmlosen.