Über verzögerte Wahlunterlagen haben sich Auslandswähler bei der Bundestagswahl aus vielen Kommunen geärgert. Auch aus der Region Hannover und anderen Orten in Niedersachsen seien die Briefe teils wochenlang unterwegs gewesen, bestätigte der Landeswahlleiter.
Wie viele Auslandswähler aus Niedersachsen betroffen waren, konnte man nicht genau sagen. «Hinsichtlich der Wahlteilnahme von Auslandsdeutschen hat die Landeswahlleitung keine Kenntnis darüber, in wie vielen Fällen beantragte Briefwahlunterlagen nicht oder nicht rechtzeitig im Ausland zugestellt werden konnten und in welcher Anzahl zurückgeschickte Wahlbriefe nicht rechtzeitig bei den zuständigen Stellen in Deutschland eingegangen sind», hieß es.
Allerdings habe es sowohl bei den Gemeinden als auch bei der Landeswahlleitung Beschwerden über die Fristen für die Briefwahl und die zum Teil langen Postlaufzeiten gegeben. Einen relevanten Einfluss auf das Wahlergebnis hätten die verzögerten Unterlagen aber nicht: «Davon ist nicht auszugehen, da der Anteil der Wählerinnen und Wähler aus dem Ausland, die Ihre Stimmen nicht abgeben konnten bzw. deren Wahlbriefe nicht mehr rechtzeitig bei den zuständigen Stellen in Deutschland eingegangen sind, zu gering war.»