Logo DieNiedersachsen News
Nachrichten / Politik

Behrens kritisiert Dobrindts Milliardenplan für Zivilschutz

Behrens kritisiert Dobrindts Milliardenplan für Zivilschutz
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens fordert beim geplanten Milliardenprogramm für den Zivilschutz mehr Abstimmung mit den Ländern. (Archivbild) / Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Von: DieNiedersachsen News
Mit zehn Milliarden Euro will Bundesinnenminister Dobrindt den Zivilschutz stärken. Seine niedersächsische Amtskollegin warnt dabei vor einem «unabgestimmten Alleingang».

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens hat mangelnde Abstimmung mit den Ländern beim geplanten Milliardenprogramm des Bundes für den Zivilschutz kritisiert. Die Länder seien bislang nicht über das Vorhaben informiert worden, sagte die SPD-Politikerin. «Das hätten wir uns anders gewünscht.»

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will die Kapazitäten beim Zivilschutz massiv ausbauen. Bis 2029 sollen dafür insgesamt zehn Milliarden Euro in den Bevölkerungsschutz investiert werden. Vorgesehen sind unter anderem neue Spezialfahrzeuge sowie Investitionen in Technik, Personal und Gebäude des Technischen Hilfswerks.

Mehr aus dieser Kategorie

Forderung an den Bund

Es sei zu begrüßen, «dass die Bundesregierung das Thema Zivilschutz nach den jahrelangen und wiederholten Forderungen der Länder endlich stärker in den Blick nimmt», sagte Behrens. Zugleich warnte sie vor einem «unabgestimmten Alleingang». Die Länder seien für den Katastrophenschutz zuständig, der Bund für den Zivilschutz.

Dobrindt müsse nun mit einer abgestimmten Strategie sicherstellen, dass mit den angekündigten Milliarden vor Ort tatsächlich benötigte Ausrüstung beschafft werde, forderte Behrens. Alle staatlichen Ebenen müssten eng zusammenarbeiten, um die Gesellschaft bestmöglich zu schützen. «Niedersachsen wird dazu jederzeit konstruktiv beitragen.»

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

DieNiedersachsen News
Artikel von

DieNiedersachsen News

DieNiedersachsen News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media