Stattliche 52 Punkte umfasste die Tagesordnung für die Sitzung der Regionsversammlung Hannover. Doch die Fragen der Bürgerinnen und Bürger drehten sich in der offenen Fragestunde ausschließlich um Punkt sechs: die Besetzung der Stelle einer Wahlbeamtin für das Dezernat II für Soziales, Teilhabe, Familie und Jugend. Die dafür von Regionspräsident Steffen Krach (SPD) vorgeschlagene Bewerberin: Anne Spiegel (Grüne).
Spiegel feiert damit ein politisches Comeback
Die wegen ihrer Rolle bei der Flutkatastrophe im Ahrtal umstrittene frühere Bundesfamilienministerin wurde am frühen Abend zur neuen Sozialdezernentin der Region Hannover gewählt. Spiegel holte in der Regionsversammlung in geheimer Abstimmung mit 49 von 77 abgegebenen Stimmen die nötige Mehrheit.
23 Abgeordnete stimmten gegen die Politikerin, fünf enthielten sich. Spiegel kündigte an, für ihr neues Amt in die Region Hannover zu ziehen. Die Amtszeit beträgt acht Jahre. Spiegel tritt damit in ein Beamtenverhältnis auf Zeit ein.