Die traditionelle kleine Küstenfischerei an der Ostseeküste und in den Boddengewässern Mecklenburg-Vorpommerns ist als neues immaterielles Kulturerbe feierlich gewürdigt worden. Bei einem Festakt im Wichernsaal in Schwerin überreichte der Vorsitzende des Fachkomitees Immaterielles Kulturerbe, Benjamin Jörissen, der Trägergruppe die Urkunde.
Kulturministerin Bettina Martin (SPD) nannte die Küstenfischerei «ein Stück Heimat» und «charaktergebend» für das Land. Die Aufnahme in das Verzeichnis sei eine große Würdigung. «Es macht einfach sichtbar, dass das mehr ist als Business», sagte Martin vor der Verleihung. Die Fischerei gehöre zur kulturellen Identität des Landes und müsse als lebendige Tradition bewahrt werden.
Neu als immaterielles Kulturerbe aufgenommen wurden auch das Kicken auf dem Bolzplatz, das handwerkliche Anfertigen von Herrenbekleidung, die Martinsumzüge mit Laternen im Rheinland und die Schaustellerkultur auf Volksfesten.