Der ikonische Leuchtturm «Roter Sand» hat im Petitionsausschuss des niedersächsischen Landtags für eine lebhafte Debatte gesorgt. Nachdem seine öffentliche Petition die vorgeschriebene Zahl von 5000 Unterschriften erreicht hatte, durfte Dieter Riemer aus Bremerhaven vor den Mitgliedern des Ausschusses für seine Idee werben: den Leuchtturm als Vorschlag für das Unesco-Weltkulturerbe aufzunehmen.
Riemer: «Leuchtturm war schon damals eine Sensation»
«Der Leuchtturm ist 1885 in Betrieb gegangen, und schon damals war er eine Sensation», sagte der Jurist Riemer. «Roter Sand» sei «das allererste Offshore-Bauwerk der Welt» ‒ also ein feststehendes Bauwerk in der offenen See vor der Küste. Nach Ansicht des Bremerhaveners soll der rot-weiße Turm auch deshalb an seinem jetzigen Standort in der Wesermündung bleiben.
Der Hintergrund von Riemers Petition sind Überlegungen, den zunehmend maroden Turm an Land zu versetzen. Der Einreicher der Petition ‒ der sogenannte Petent ‒ kritisiert das jedoch scharf. Es gebe ein großes Risiko, dass der Turm bei seiner Versetzung zerstört werde.