Es ist ein Mediensturm, der über den beschaulichen Urlaubsort Praia da Luz in Portugal hereinbricht, als vor etwas mehr als 18 Jahren ein kleines britisches Mädchen vermisst gemeldet wird.
Die damals dreijährige Madeleine McCann - in Medien meist Maddie genannt - verschwindet aus ihrem Bett in einer Ferienanlage, während die Eltern beim Abendessen in einem nahen Restaurant sitzen. Nicht lange danach wird der kleine Ort von Journalisten überrannt.
Es ist Madeleines Vater Gerry, ein Mediziner aus Schottland, der damals eine professionelle PR-Maschinerie in Gang setzt. Er will verhindern, dass seine Tochter aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwindet. Und die britischen Boulevardmedien stürzen sich auf den Fall. Bald löst er auch weltweit Interesse aus, wie wohl nie ein Vermisstenfall zuvor.
Zum 18. Jahrestag von Madeleines Verschwinden am 3. Mai schreiben die McCanns auf ihrer Webseite: «Unsere Entschlossenheit, kein Stein auf dem anderen zu lassen, ist unerschütterlich.»