Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) sieht das umstrittene Erdgasförderprojekt vor der Nordseeinsel Borkum vor dem Aus, falls ein von einem niederländischen Gericht bestätigter Baustopp weiter Bestand haben sollte. Das Verwaltungsgericht in Den Haag hatte am Donnerstag Bauarbeiten für die Errichtung einer Bohrplattform untersagt und damit eine einstweilige Verfügung aus dem vergangenen Jahr bestätigt. «Das niederländische Urteil ist nun genau zu prüfen. Klar ist aber: Sollte der Baustopp für die Plattform Bestand haben, kann es auch keine Förderung im deutschen Teil der Nordsee geben», sagte Meyer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.
Das niederländische Energieunternehmen One-Dyas plant, aus einem Feld vor den beiden Nordseeinseln Borkum und Schiermonnikoog Erdgas zu fördern. Gefördert werden soll sowohl in niederländischen als auch in deutschen Hoheitsgebieten. Der Baustopp bezieht sich dem Urteil zufolge allein auf die Errichtung einer Bohrplattform. Die Genehmigung zur Gasförderung des niederländischen Wirtschaftsministeriums ist von dem Urteil nicht betroffen. Gegen die Pläne hatte ein Bündnis um die Deutsche Umwelthilfe (DUH) geklagt.