Die Bundesanwaltschaft hat in Celle Anklage gegen ein mutmaßliches Mitglied der Terrororganisation Hisbollah erhoben. Der Libanese soll für die Vereinigung Produkte zum Bau von Drohnen beschafft und ihren Transport in den Libanon organisiert haben. Er wurde im Juli 2024 in Salzgitter festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Das Oberlandesgericht Celle muss nun entscheiden, ob und wann es einen Prozess ansetzt.
Der Bundesanwaltschaft zufolge schloss sich der Beschuldigte schon vor mehr als zehn Jahren im Libanon der Hisbollah an. Zunächst habe er im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit gearbeitet. Später habe er «als Auslandsoperateur eine Schlüsselrolle innerhalb des Drohnenprogramms» der Hisbollah gespielt - zunächst aus Spanien, ab Sommer 2023 dann aus Deutschland.