Ob im Wald, in Parks oder im eigenen Garten: Zecken breiten sich auch im Norden immer weiter aus. «Zecken kommen verstärkt in ganz Niedersachsen vor – in der freien Natur, aber auch in Parks und Gärten», sagt Holger Scharlach, Sprecher des niedersächsischen Landesgesundheitsamts (NLGA). Zum Kontakt komme es meist im Alltag – und nicht nur bei Ausflügen.
Sind Zecken in Niedersachsen auf dem Vormarsch?
«Wir beobachten auch, dass sich die von Zecken übertragbare Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, aus den südlichen und südöstlichen Bundesländern immer weiter in den Norden verbreitet», erklärt Masyar Monazahian, Virologe am NLGA. In ganz Deutschland könne mittlerweile das FSME-Virus in Zecken nachgewiesen werden.
Auch in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt sind in den vergangenen Jahren neue FSME-Risikogebiete ausgewiesen worden, während diese zuvor überwiegend in Süddeutschland bekannt waren, wie Monazahian erläuterte. «Dies zeigt, dass der Trend grundsätzlich Richtung Norden geht, aber eine genaue Prognose, wie sich die regionale Situation in den kommenden Jahren verändern wird, ist nicht möglich».