Das Risiko des Auftretens der Vogelgrippe in Deutschland ist zuletzt gestiegen. «Wir haben ein hohes Risiko des Eintrages und der Ausbreitung bei wilden Wasservögeln für ganz Deutschland und punktuell in einigen Regionen ein besonders hohes Risiko beispielsweise für Küstenregionen im Norden», sagte der Vizepräsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems bei Greifswald, Martin Beer, der Deutschen Presse-Agentur. Nach einem Wellental beim Infektionsgeschehen in den vergangenen Monaten sei aktuell wieder ein Anstieg der Fälle bei Wildvögeln zu verzeichnen.
«Der ist noch nicht dramatisch, aber der Anstieg ist erkennbar. Er führt auch dazu, dass sich wieder vermehrt ein Risiko für Einträge in Geflügelhaltungen ergibt.» Besonders freilebendes Geflügel sei gefährdet, sich über Wildvögel anzustecken. Die Wildvögel kämen aus ihren Sommerquartieren zurück und rasteten im Norden. Weil sie aber auch weiter gen Süden zögen, seien auch andere Regionen Deutschlands potenziell gefährdet.