In der Debatte über mögliche Einschränkungen sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren warnt die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen vor zu einfachen Lösungen. Verbote allein griffen zu kurz und hätten nicht den gewünschten Effekt, teilte die Kammer mit. Stattdessen brauche es verbindliche Schutzmechanismen und klare Regeln für Plattformanbieter.
Die Verantwortung für einen gesunden Umgang mit digitalen Medien dürfe nicht auf Heranwachsende abgewälzt werden, heißt es in einem Positionspapier der Kammer. Vor allem Plattformanbieter und die Politik müssten stärker in die Pflicht genommen werden. Freiwillige Maßnahmen reichten nicht aus.
Kammerpräsidentin Kristina Schütz sagte, die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sei ein komplexes Thema. Klar sei aber: Kinder- und Jugendschutz müsse auf Plattformen konsequent durchgesetzt werden.