Ein starker Rückgang bei den Atemwegserkrankungen in Niedersachsen hat den Krankenstand im ersten Halbjahr 2026 leicht sinken lassen. Die Zahl der Fehltage wegen Atemwegserkrankungen wie Erkältungen sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein gutes Fünftel auf 169 Tage je 100 Beschäftigte, wie eine Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit ergab. Allerdings gab es mehr psychische Erkrankungen.
Durchschnittliche Erkrankungsdauer leicht gestiegen
Insgesamt lag der Krankenstand bei 5,5 Prozent - 0,2 Prozentpunkte weniger als im ersten Halbjahr 2025. In dem Zeitraum waren also durchschnittlich pro Tag 55 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer stieg dagegen laut Analyse leicht auf 9,5 Tage - in der ersten Jahreshälfte 2025 waren es noch 9,3 Tage. Für die Auswertung hat das Berliner IGES-Institut die Daten von rund 205.000 Erwerbstätigen in Niedersachsen untersucht, die bei der DAK versichert sind.
«Der leichte Rückgang des Krankenstands ist ein positives Signal für die Arbeitswelt in Niedersachsen», kommentierte Dirk Vennekold, der Landeschef der DAK-Gesundheit in Niedersachsen. «Er zeigt, dass sich Investitionen in Gesundheit und Prävention lohnen.» Er rief dazu auf, die Beschäftigten mit «modernen und flexiblen Lösungen bei einem gesunden Arbeitsleben zu unterstützen».