Berufstätige Menschen in Deutschland fallen nach Daten einer Krankenkasse zunehmend wegen akuter Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen im Job aus. Im vergangenen Jahr seien wegen dieser Diagnose knapp 119 Krankentage je 100 Versicherte angefallen - 2024 seien es noch rund 112 Tage gewesen, teilte die KKH Kaufmännische Krankenkasse zu Daten eigener Versicherter mit. Zu Beginn der entsprechenden Datenerfassung 2017 waren es noch rund 66 Tage.
2025 waren Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen den Angaben zufolge die häufigste psychische Diagnose bei Berufstätigen und der dritthäufigste Krankschreibungsgrund überhaupt - hinter Infektionen der oberen Atemwege und Rückenschmerzen. Insgesamt verzeichnete die Kasse im vergangenen Jahr 33.425 Fälle zu diesen Diagnosen, 2017 waren es 19.658. Die KKH zählt mit rund 1,5 Millionen Versicherten zu den großen bundesweiten Kassen.