Gewalt in der Pflege kommt regelmäßig vor - um besser vorbereitet zu sein auf Krisen, schult die Psychiatrische Klinik Lüneburg alle Mitarbeiter. «Je sicherer man sich fühlt, desto weniger eskaliert eine Situation», sagt Trainer Uwe Groß: «Wenn ich unsicher bin, ist das für mein Gegenüber manchmal eine Aufforderung.» Um deeskalierend zu wirken, sei eine entspannte Körperhaltung enorm wichtig, erfahren die 15 Teilnehmer aus allen Fachrichtungen in dem dreitägigen Lehrgang.
Eine Abwehrhaltung ist zu vermeiden, wichtig sei auch eine offene Ansprache. «Reden hilft, aber im Umgang mit sehr angespannten Menschen sind kurze Sätze mit gerade mal fünf Wörtern zu empfehlen», erklärt Nils Schneider, Pflegebereichsleitung in der Psychiatrischen Klinik Lüneburg. 20 Trainer unterrichten dort, um in kritischen Lagen ruhig und professionell zu bleiben. Und dann eine Aufforderung formulieren und auch offene Fragen stellen wie: «Was ist los?» Oder: «Habe ich Sie richtig verstanden, dass...?» Nicht zielführend sei ein: «Warum machen Sie das?»