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Bedrohung und Angriffe - Wie sich Bürger wappnen sollten

Bremens Innensenatorin ruft dazu auf, sich für Notfälle zu wappnen. (Archivfoto) / Foto: Sina Schuldt/dpa
Bremens Innensenatorin ruft dazu auf, sich für Notfälle zu wappnen. (Archivfoto) / Foto: Sina Schuldt/dpa

Was tun, wenn der Strom ausfällt oder der Alarm losgeht? Bremens Innensenatorin verrät, wie jeder Haushalt mit einfachen Mitteln besser auf Angriffe und Krisen vorbereitet sein kann.

Bremens Innensenatorin Eva Högl fordert Bürgerinnen und Bürger auf, sich besser für Notfälle und gegen drohende Angriffe zu rüsten. «Je besser wir uns wappnen, desto weniger wahrscheinlich ist es auch, dass wir angegriffen werden», sagte die SPD-Politikerin der «Nordsee-Zeitung». Was die Senatorin empfiehlt: 

  1. Vorrat für 72 Stunden anlegen
    «Naturkatastrophe, Anschlag, Krise bis hin zu Krieg: 72 Stunden müssen Sie zurechtkommen - im Sommer wie im Winter», sagte Högl. Jeder Haushalt müsse für die Zeit über ausreichend Vorräte an Wasser, Lebensmittel und Medikamente verfügen.
  2. Grundausstattung für Stromausfall
    Bürgerinnen und Bürger sollten in der Lage sein, eine Weile ohne Strom auszukommen. «Es ist gut, zu Hause eine Kerze zu haben oder Notstromaggregat», empfiehlt die Innensenatorin.
  3. Handlungssicherheit gewinnen
    Viele hätten verlernt, wie sie sich im Notfall verhalten müssen. «Was mach’ ich denn, wenn der Alarm läutet?», sagte Högl. Es sei wichtig, Handlungssicherheit zu gewinnen und sich vorab zu überlegen, welche Schritte im Zweifel notwendig sind.
  4. Hilfsstrukturen aufbauen
    Die SPD-Politikerin rät dazu, sich ein Hilfsnetz in der Nachbarschaft aufzubauen. Dazu zähle etwa ein Alarmsystem oder das Vereinbaren von Treffpunkten.
  5. Verlässliche Informationen suchen
    Bürgerinnen und Bürger sollten sich an verlässlichen Quellen orientieren. Dazu zählen Angaben von Behörden, Verwaltung, Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Berichte von objektiven Medien. Hilfreich seien auch Broschüren vom Amt für Katastrophenschutz sowie Apps, die im Notfall Alarm schlagen. «Es gibt mehrere Warn-Apps, ich habe Nina», sagte Högl. Die Innensenatorin spricht sich zudem dafür aus, Kinder und Jugendliche in der Schule über richtiges Verhalten im Ernstfall zu sensibilisieren.
  6. Schutz von Unternehmen
    Wer ein Unternehmen leite, sollte vorsichtig mit Daten umgehen. Die Innensenatorin empfiehlt, Angestellte sorgsam auszuwählen und kritische Infrastruktur zu sichern - etwa mit Zäunen oder Schutzmechanismen gegen Cyberangriffe. «Das Wesentliche ist, dass Angriffe erkannt werden und man dann auch schnell darauf reagiert», sagte Högl.
  7. Verantwortung übernehmen
    Es sei nicht die alleinige Aufgabe der Bundeswehr, Frieden, Freiheit und demokratische Werte zu schützen. «Da müssen alle mithelfen», sagte Högl. «Wir verteidigen unseren Frieden.»

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