Sie heißt Beherbergungssteuer oder wird auch Bettensteuer genannt - und in niedersächsischen Städten und Gemeinden wird sie zunehmend erhoben: Wer etwa in einem Hotel oder in einer Ferienwohnung übernachtet, muss in mehr Kommunen mit einer zusätzlichen Steuer rechnen. Nachdem bereits die Landeshauptstadt Hannover eine solche Abgabe Anfang des Jahres eingeführt hat, treten Beherbergungssteuern nun zum 1. Juli auch etwa in Laatzen in der Region Hannover, im ostfriesischen Leer und in Bleckede an der Elbe in Kraft, wie aus Angaben der Städte hervorgeht. In weiteren Städten wie Hildesheim, Emden, Springe und Hameln wird die Einführung einer solchen Abgabe diskutiert oder geplant, wie der Bund der Steuerzahler in Niedersachsen auf Anfrage der Deutschen-Presse-Agentur mitteilte.
Nach Angaben des Steuerzahlerbundes, des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga und des Innenministeriums gibt es Übernachtungssteuern in Niedersachsen bislang in Hannover, Cuxhaven, Lüneburg, Hann. Münden, in den Gemeinden Adendorf und Amt Neuhaus im Landkreis Lüneburg sowie in der Gemeinde Lembruch (Landkreis Diepholz). In Lüneburg wurde die seit 2015 bestehende Steuer Anfang 2024 auf Geschäftsreisende ausgeweitet.