Martina Roos steht hinter dem Tresen einer Admiral-Spielhalle in Hannover. Sie lächelt den Gästen zu, serviert Getränke, hilft bei Fragen zu den Automaten. Seit zwei Jahren arbeitet die 58-Jährige hier. Doch inzwischen begleitet sie die Sorge, dass diese Routine bald enden könnte. Zum Jahresende läuft im niedersächsischen Spielhallengesetz eine Übergangsfrist aus – und für Standorte wie diesen hätte das spürbare Folgen.
Betroffen sind sogenannte Doppelspielhallen: zwei Spielstätten unter einem Dach, jeweils mit höchstens zwölf Automaten und gemeinsamem Personal. Nach Angaben des Automatenverbands Niedersachsen gibt es landesweit rund 250 davon. Künftig dürften sie nicht mehr in dieser Form weiterbetrieben werden: Eine der beiden Hallen müsste schließen. Rund 3.000 Arbeitsplätze stehen nach Branchenangaben auf der Kippe.
Einer davon ist der von Roos. Die Ungewissheit setzt ihr zu. «So viele schlaflose Nächte wie in letzter Zeit hatte ich in meinem ganzen Leben noch nie gehabt», sagt sie. Auch ihren Kolleginnen und Kollegen gehe die Situation nahe. «Wir lächeln, aber eigentlich könnten wir heulen.»