Angesichts gestiegener Preise etwa für Flüge und hohen erwarteten Temperaturen in Küstenorten in Südeuropa wollen viele Familien die Schulferien wohl in heimischen Regionen verbringen. Niedersachsens Urlaubsregionen vom Harz über die Lüneburger Heide bis zur Nordseeküste blicken daher überwiegend optimistisch auf die anstehenden Sommerferien. Die Ferienorte sind meist schon ordentlich gebucht, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Tourismusverbänden ergab. Kurzfristig eine Unterkunft zu finden, ist demnach aber nahezu überall noch möglich. Der erste Sommerferientag steht in Niedersachsen und Bremen in knapp zwei Wochen am 24. Juni an. Im für Niedersachsen wichtigen Urlauber-Herkunftsland Nordrhein-Westfalen beginnen die langen Ferien zwei Wochen später.
Gastgeber im Harz noch verhalten
Im Harz blicken die Gastgeber aktuell verhalten auf die Sommerferien. Das liege vor allem am kurzfristigen Buchungsverhalten der Gäste dort, wie eine Sprecherin des Harzer Tourismusverbandes sagte. Die Erfahrung zeige aber, dass die Region durchaus beliebt sei. Noch gebe es aber in allen Kategorien Kapazitäten, vor allem in kleineren Orten.
In größeren Orte wie Bad Harzburg oder Wernigerode seien schon mehr Übernachtungen vergriffen. Besonders gefragt sind den Angaben nach auch Camping- und Wohnmobilplätze.
Neue Attraktionen im Mittelgebirge
Als neue Attraktionen sollen etwa der größtenteils fertiggestellte Harzturm in Torfhaus oder Erweiterungen des Miniaturenparks Wernigerode locken. Auch sind Veranstaltungsreihen wie der Harzer Klostersommer geplant. Dabei sollen in mehreren Klöstern unter anderem Feste und Märkte organisiert werden. Neu ist auch ein 4D-Animationskino in Bad Harzburg, das vor allem bei schlechtem Wetter Besucher ansprechen soll. Für eine gute Saison hoffe man allerdings eher auf nicht zu heißes, sommerliches Wetter, sagte eine Sprecherin.
Sorgen bereiten der Mittelgebirgsregion neben den kurzfristigen Buchungen auch die kürzere Aufenthaltsdauer wegen gestiegener Kosten sowie eine generelle Zurückhaltung bei Ausgaben der Urlauber. Auch der Arbeitskräftemangel und gestiegene Betriebskosten sind nach Angaben des Tourismusverbandes weiter ein Thema.