Immer wieder Regen hat in Niedersachsen die erste Hälfte der Sommerferien geprägt. Die Gastgeber vermissten vor allem die Tagesgäste und sorgten sich um ihr Geschäft. Inzwischen sind die Ferien in Niedersachsen zu Ende gegangen. Auch in anderen Bundesländern, die für niedersächsische Urlaubsregionen wichtig sind, beginnt die Schule wieder. Rückblickend sind die Touristiker in den größeren Urlaubsregionen nun doch zufrieden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.
Fehlten Tagestouristen?
Teilweise. «Wir haben dein Eindruck, dass es weniger Tagestouristen sind», teilte die Tourismusgesellschaft in der Lüneburger Heide mit. Im Harz und an der Küste heißt es, die Zahlen hätten sich im Verlauf der Sommerferien stabilisiert. «Aufgrund des besseren Wetters in der zweiten Sommerhälfte waren Tagesausflüge ans Wasser – das Meer und die Seen – sehr beliebt», teilte die Tourismusagentur Nordsee (Tano) mit.
Gerade wegen der fehlenden Tagesgäste hatten die Gastgeber zur Halbzeit des Sommers eine gemischte Bilanz gezogen. «Das durchwachsene Wetter in den letzten Wochen hat eher gebremst, insbesondere auch bei den Tagesgästen, da und dort stellt man aber aktuell eine verstärkte Nachfrage für die zweite Sommerhälfte fest», hieß es etwa von der Tano. Der Harz verwies auf Indoor-Angebote, die Heide auf wetterfeste Urlaubsgäste.
Sorgen sich die Gastgeber um den Jahresumsatz?
Nein, das kann man nicht sagen. Denn: In allen größeren Urlaubsregionen sind die Verantwortlichen trotz des verhaltenen Starts zufrieden mit der Sommersaison. Außerdem würde selbst ein schwächerer Sommer der Branche noch nicht das Geschäft verhageln. Im Harz etwa ist der Herbst noch eine besonders wichtige Urlaubszeit und auch die Adventswochenenden hätten großes Potenzial für viele Übernachtungen. «Somit hätte der Harz selbst nach einer mauen Sommersaison noch Chancen auf ein stabiles Jahresendgeschäft», teilte der Harzer Tourismusverband mit. Ähnlich äußert sich die Tourismusgesellschaft Lüneburger Heide.
Auch an der Küste gibt es nach der Sommersaison Chancen auf gute Übernachtungszahlen, wie Tano mitteilte. Etwa würden inzwischen viele konsumfreudige Gäste aus Bayern und Baden-Württemberg später im Jahr die Regionen an der Nordsee besuchen und dort beispielsweise Veranstaltungen besuchen. Das Binnenland werde im Herbst mittlerweile beliebter für Radfahrer und Wanderer.