An heißen Tagen bedeutet der Sprung ins Wasser die ersehnte Abkühlung. Ganz unbeschwert genießen lässt sie sich aber nicht, vor allem der Monat Juni zeigte, dass die Lust auf das kühle Nass lebensgefährlich sein kann. Über 100 Menschen ertranken in dem Monat bundesweit, so viele wie seit über 20 Jahren in keinem Juni mehr. Und: In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres stieg die Zahl der Badetoten ebenfalls deutlich.
261 Menschen verloren in dem Zeitraum am und im Wasser ihr Leben - 15 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte. Vor allem seit Beginn der Badesaison gab es deutlich mehr tödliche Unfälle, zwischen Anfang Mai und Ende Juli ertranken allein 189 Menschen. Das waren so viele Badetote wie seit 2019 nicht mehr - damals kamen in dem Zeitraum sogar 220 Menschen ums Leben.
«Je heißer es ist, desto mehr zieht es Menschen ans Wasser», sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Sie rief dazu auf, dort schwimmen zu gehen, wo es bewachte Badestellen gebe. Die DLRG ist nach eigenen Angaben die größte Wasserrettungsorganisation der Welt - mit knapp 630.000 Mitgliedern.